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Erfahrungsberichte:
Studium an der Vancouver Island University, Kanada



Erfahrungsbericht von Steffi L.:
Details zum Auslandsstudium: Studienjahr 2011,
Studienart: ein Auslandssemester

Während meines Bachelor Studiums in Deutschland habe ich im Fall Semester 2011 (September bis Dezember) ein Auslandssemester an der Vancouver Island University in Nanaimo gemacht. Nanaimo ist eine kleine Stadt auf Vancouver Island, in der man sich schnell wie zuhause fühlt und nette Leute kennenlernt. Zwischen den Studenten herrscht dort eine tolle Dynamik, weshalb ich ein Auslandssemester an der VIU sehr weiter empfehlen würde.

Unterkunft
Als Student hat man in Nanaimo mehrere Möglichkeiten eine passende Wohnung zu finden. Zum einen bietet die Uni die Unterbringung bei einer Gastfamilie „home stay/peer stay“ an. Dies ist zwar sehr zu empfehlen, da internationale Studenten die Gelegenheit bekommen tiefer in die kanadische Kultur einzutauchen, allerdings ist das sehr kostenlastig. Die Uni bezieht allein $1000 für die Vermittlung einer passenden Familie; an die Familien muss monatlich aber auch noch eine Miete bezahlt werden. Im schlechtesten Fall wohnen diese Familien sehr weit von der Uni entfernt, was zu 45 minütigen Busfahrten am Morgen führen kann. Falls man sich dazu entscheidet, sich selbst eine Wohnung in Nanaimo zu suchen, ist es auch äußerst empfehlenswert eine Wohnung, die sich in Uninähe befindet, auszuwählen. Das Bussystem ist in Nanaimo leider nicht sehr gut, was einem am Morgen sehr viele Nerven kosten kann. Meiner Meinung nach ist es am Besten sich direkt für die Studentenwohnheime am Campus zu bewerben. Allerdings muss dies sehr frühzeitig erfolgen (am besten unmittelbar nach der Zusage für den Studienplatz), da die verfügbaren Plätze begrenzt sind und die Wohnungen nach dem first-come-first-served System verteilt werden. Am Campus gibt es drei verschiedene Arten von Wohnheimen. Dunsmuir und Morden Hall werden hauptsächlich von Studienanfängern bewohnt. Deshalb ist es dort in den Gängen oftmals sehr laut. Außerdem müssen sich in diesen Häusern 30 Studenten eine kleine Küche teilen, was meistens im Chaos endet. Dafür sind Dunsmuir und Morden Hall am preiswertesten: $1964 bzw. $1848 für das ganze Semester. In den 20er Apartments teilen sich nur 20 Leute eine große Küche, was sehr gut funktioniert und wo man auch sehr leicht neue freundliche Menschen kennenlernen kann. Hierfür bezahlt man $2048 im Semester. In beiden Wohnhaustypen teilen sich immer zwei Studenten ein Badezimmer. Die „Apartment-Style-Residences“ sind mit deutschen WGs vergleichbar. Vier Studenten teilen sich ein Wohnzimmer, eine Küche und zwei Badezimmer. Leider sind die Zimmermieten in diesen Häusern etwas höher; für ein Semester werden hier $2340 fällig. Ich selbst habe während meines Auslandssemesters in einem 20er Apartment auf dem Campus gewohnt und würde dies jederzeit weiterempfehlen.

Vorlesungen
Bei der Wahl der Kurse an der Vancouver Island University sollte man sich nicht übernehmen. Vier bis fünf Kurse in einem Semester sind gut machbar (mehr Kurse kann man meistens sowieso nicht belegen da sonst erhöhte Studiengebühren anfallen). Allgemein ist der Unterricht sehr mit dem deutschen Schulunterricht vergleichbar. Maximal 35 Studenten werden für die einzelnen Kurse zugelassen, was einen guten persönlichen Kontakt zu den Dozenten ermöglicht. Es lohnt sich wenn man sich frühzeitig für die Wunschkurse im Onlinesystem einträgt. Bei der geringen Klassenstärke sind die Wartelisten oftmals sehr lang. Die Endnote in den Kursen setzt sich meistens aus einer Zwischen-und Endprüfung, Mitarbeit, Referaten, Hausaufgaben und Essays zusammen. Dies erfordert einen hohen Arbeitsaufwand, jedoch werden gute Arbeiten mit sehr guten Noten belohnt. Zu den Vorlesungen benötigt man fast immer Begleitliteratur. Diese kann am Anfang des Semesters im „Bookstore“ am Campus gekauft werden. Allerdings sind die Bücher sehr teuer. Für ein gebrauchtes Lehrbuch muss man im Durchschnitt mit $100 rechnen. Ich persönlich würde jedem einen Kurs aus dem „First Nation Studies“ Programm empfehlen. Hier bekommt man Einblicke in die Kultur der kanadischen Urbevölkerung, was mich sehr begeistert und erstaunt hat.

Freizeit/Ausflüge
Das Freizeitangebot in Nanaimo ist leider, vor allem für Großstadtmenschen, etwas spärlich. Es gibt einige gute Kneipen und Diskotheken, allerdings sind diese nach ein paar Wochen nichts Außergewöhnliches mehr. Wenn man sehr gerne Shoppen geht, ist man in Nanaimo fehl am Platz. Trotzdem finde ich, dass ein Auslandssemester an der Vancouver Island University genau das Richtige ist, wenn man gerne Ausflüge macht, Sport treibt und die wunderschöne Landschaft Kanadas kennenlernen möchte. Die Uni bietet im Semester mehrere Sportkurse wie rock climbing, caving, hiking, kayaking, surfing etc. an. Diese sind sehr gut organisiert und vergleichsweise sehr günstig. Allerdings sollte man sich am Anmeldetag sehr früh an der „gym“ befinden, um sich einen der heiß begehrten Plätze zu sichern. Nanaimo ist meiner Meinung nach auch ein sehr guter Ausgangspunkt für verschiedenste Ausflüge. Man ist sehr schnell in Victoria und Vancouver, man kann sich Tofino ansehen, einen Ausflug nach Seattle machen, auf einer Tour durch die Rocky Mountains dabei sein oder sich zum Ski fahren in Whistler verabreden. Durch das International Office der Uni ist auch fast jede Woche für Studenten ein Ausflugsziel organisiert. Für sehr wenig Geld kann man so super die ganze Insel erkunden und sehr schnell neue Leute kennenlernen. Leider muss ich hier aber erwähnen, dass man meistens nur auf deutsche Austauschstudenten stößt. Im letzten Wintersemester waren wir insgesamt 150 neue internationale Studenten, von denen allein 120 aus Deutschland kamen. Wer also sein Englisch sehr schnell verbessern möchte, sollte sich vielleicht für eine andere Uni entscheiden.

Einkaufen/Lebensmittel
In Nanaimo gibt es sehr viele Möglichkeiten seinen Wocheneinkauf zu machen. Die Uni bietet sogar zweimal in der Woche einen kostenlosen Shuttlebus zu den etwas außerhalb gelegenen Einkaufszentren. Allerdings sind Lebensmittel in Kanada generell extrem teuer. Vor allem Milchprodukte und Schokolade sind fast unbezahlbar. Insgesamt zahlt man mindestens das Doppelte für einen Wocheneinkauf in Kanada als in Deutschland.

 
 
     
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